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Seit mehreren Jahren verkaufte Frau Diplom Sozialpädagogin Doris Hennen alljährlich auf dem Schulfest Waren für den Weltladen in Bonn. Der
Erlös der verkauften Waren kam in voller Höhe dem Weltladen zugute.
Frau
Hennen leitete bis zum Ende des Schuljahres 2003/ 2004 den Schulkindergarten an der Herseler-Werth-Schule. Seit Beginn des Schuljahres 2004/ 2005 unterstützt sie die Lehrerinnen bei ihrer Arbeit in den Schuleingangsklassen (1. und 2. Schuljahr).
Angeregt durch die Flutkatastrophe in Asien und durch die Aufforderung des Bürgermeisters der Stadt Bornheim an alle Schulen, sich für die
Flutopferhilfe zu engagieren, entstand in der Schulgemeinschaft das Bedürfnis, ein Projekt zu finden, das man auf Dauer unterstützen konnte. Dieses Projekt sollte folgenden Ansprüchen gerecht
werden:
- Kontakt zu den unterstützten Menschen - kein Mittel verbrauchender Verwaltungsapparat
- konkrete Rückmeldungen über den Einsatz der Spendengelder
Wegen ihres Engagements für den Weltladen wurde Frau Hennen beauftragt, ein geeignetes Projekt zu suchen. Sie nahm darauf hin Kontakt zu
verschiedenen Organisationen auf, wie z.B. „Menschen für Menschen" von Karlheinz Böhm, „Misereor", „Brot für die Welt" und dem Kinderhilfswerk „PLAN", bei dem man eine
Patenschaft für ein Kind übernehmen kann.
Bei all diesen großen Organisationen stellte sich jedoch heraus, dass
- ein gewaltiger Verwaltungsapparat viel Geld verschlingt - alle Spenden in einem großen Topf landen, von wo aus sie wiederum in einzelne
Projekte der Organisation verteilt werden und daher - der Weg und die Verwendung einer Einzelspende nicht nachzuvollziehen ist
- kein direkt Kontakt zu den unterstützten Menschen aufgebaut werden kann.
Im Rahmen der Planungen für den Weltladenstand beim Schulfest 2005 sprach Frau Hennen unter anderem Frau Aenne Busmann an, - eine engagierten
Mutter aus der Schulgemeinschaft - um um ihre Mithilfe bei der Betreuung des Weltladenstandes zu werben. Im Laufe dieses Telefonats erwähnte Frau Hennen, dass die Schulgemeinschaft gerne ein
Sozialprojekt unterstützen möchte. Frau Busmann erzählte darauf hin von ihrem Vater, Herrn Prof. Peter Busmann, einem Kölner Architekten, der sich für ein Projekt in einem Elendsviertel von
Lima (Peru), im Stadtteil Campoy, engagiert. In diesem Stadtteil leben die Menschen in großem Elend und in großer Armut und nur geringer Aussicht auf eine qualifizierte Bildung.
Damit die Menschen dort ein besseres Leben führen können, wurde das Bildungswerk Campoy gegründet, das die finanziellen Mittel zum Aufbau und
Ausbau von Kindergärten, Schulen, Berufsschulen, Werkstätten, Gemeinschaftsküchen und Gesundheitsstationen bereitstellt.
Nach diesem Gespräch nahm Frau Hennen Kontakt mit Herrn Prof. Busmann auf. Bei einem Ortstermin in der Herseler-Werth-Schule berichtete Prof.
Busmann über das von Dr. Franz Ecker im Jahr 1983 gegründete Projekt Campoy. Es war schnell klar, dass dieses Projekt allen Auswahlkriterien entsprach.
Während des Schulfestes 2005 konnten sich alle Besucher an einem Info-Stand über das Projekt informieren und ihren
Beitrag zu einem ersten guten Spendenergebnis leisten.
Auf der Sitzung am 15.06.2005 hat die Schulkonferenz beschlossen, dieses Projekt auf Dauer zu unterstützen.
Bei jährlich drei Gelegenheiten
- Schulfest - Sponsorenlauf - Weihnachtsmarkt
wird für dieses Projekt gesammelt.
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