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Bausteine beschlossen

 

Das Schulprogramm der Herseler-Werth-Schule ist in vier Bereiche gegliedert:

Übergeordnete Qualitätsstandards
1. Grundwerte unserer Erziehungsarbeit
2. Identifikation
3. Verlässliche Halbtagsschule
4. Offene Ganztagsschule
5. Öffentlichkeitsarbeit
6. Gemeinsamer Unterricht
7. Besondere Veranstaltungen
8. Wirtschaftlichkeit und Ökologie
9. Schulische Infrastruktur
10. Schule und Kirche

Schülerorientierte Qualitätsstandards
11. Förderung
12. Schülerorientierung
13. Das Lernen lernen - ein Leben lang (in Bearbeitung)
14. Lernen in Zusammenhängen
15. Verantwortung übernehmen
16. Soziales Lernen (Schulordnung)
17. Kulturtechniken
18. Sachunterricht
19. Leistung
20. Mobilitätserziehung
21. Bewegung
22. Musische Bildung
23. Umgang mit Medien
24. Außerschulische Lernpartner und Lernorte

Elternorientierte Qualitätsstandards
25. Elternmitarbeit
26. Beratung

Lehrerorientierte Qualitätsstandards
27. Teamarbeit
28. Ausbildung
29. Fortbildung

 

Übergeordnete Standards

 

1. Grundwerte unserer Erziehungsarbeit

Die Herseler-Werth-Schule als integrativ arbeitende Schule achtet die Würde des Kindes, die vor jeder Leistung steht.
Jedes Kind soll immer wieder neu erleben können, dass es ohne Einschränkung angenommen, in seiner Würde geachtet und als einmaliges Geschöpf ernst genommen wird, ehe es notwendigen Leistungsanforderungen und -bewertungen ausgesetzt wird.
Unsere Erziehungsarbeit baut auf christlichen Grundwerten auf. Unsere Kinder sollen sich als Teil einer Gemeinschaft empfinden, in der jeder den Nächsten mit seinen Bedürfnissen wahrnimmt. Sie sollen lernen, Schwächere zu schützen und Andersartiges zu respektieren. Ihnen soll Mut gemacht werden, mit Hoffnung und Vertrauen an eine Zukunft zu glauben.

1.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Achtung der Würde des Kindes auch in seiner Andersartigkeit
Wahrnehmung, Einfühlung und angemessene Reaktion auf die Bedürfnisse
  und Empfindungen anderer
- Gestalten einer Atmosphäre der Hoffnung, des Vertrauens, der Geborgenheit,
  der Sicherheit und der Anerkennung

 

2. Identifikation

Die Kinder sollen sich mit der Schul bzw. Schülergemeinschaft identifizieren. Dieses Gruppengefühl wird entwickelt durch gemeinsame Aktivitäten und durch ein gemeinsames Programm.
Identifikation kommt nur dann zustande, wenn eine gute innere Beziehung zur Schule vorhanden ist. Eine solche innere Beziehung muß aufgebaut und gepflegt werden. Der Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule ist daran gelegen, dass sich alle Beteiligten mit möglichst weitreichender Bereitschaft für die Ziele der Schule einsetzen.

2.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Aufbau und Pflege des Wohlbefindens
- Erzeugung eines Wir-Gefühls
- Entwicklung eines Verantwortungsbewusstseins für alle Mitglieder der
  Schulgemeinschaft und für die Werte des Schulgeländes einschließlich aller Gebäude

 

3. Verlässliche Halbtagsschule

Eltern sind auf verlässliche Unterrichtszeiten angewiesen. Dazu zählen Unterrichtsbeginn, Unterrichtsdauer und Unterrichtsschluss. Darüber hinaus besteht das Angebot einer Betreuung bis 14 Uhr in der Trägerschaft des Fördervereins.
Aus Verantwortung gegenüber den Kindern unternimmt die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule alle Anstrengungen, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens ein verlässlicher Partner zu sein.

3.1 Pädagogische Zielsetzungen

Bei der Stundenplangestaltung und der Organisation des Vertretungsunterrichts achtet die Schule darauf, dass der Unterricht für alle Kinder um 08.15 beginnt und frühestens um 11.45 Uhr endet.Die Schule bemüht sich, für alle Kinder, deren Eltern es wünschen, eine Betreuungsmöglichkeit bis 14 Uhr anzubieten.

 

4. Offene Ganztagsschule

Viele Eltern sind auf die Betreuung Ihres Kindes/ ihrer Kinder bis in den Nachmittag hin-ein angewiesen. Darüber hinaus profitieren viele Kinder davon, auch am Nachmittag von pädagogisch ausgebildetem Personal betreut zu werden.
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurde zum Schuljahresbeginn 2006/ 2007 in der Herseler-Werth-Schule eine Offene Ganztagsschule (OGS) eingerichtet.

4.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Die Kinder erfahren einen sinnvoll strukturierten Nachmittag.
- Die Effektivität schulischer Arbeit wird gesteigert
- Die Lernzeit wird verlängert.
- Die Kinder erleben durch weitergehende Angebote eine sinnvolle Freizeitgestaltung.
- Das gemeinsame Mittagessen und die sich anschließenden Aktivitäten fördern die   sozialen Kompetenzen.

4.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Ergänzend zu den nachfolgenden Ausführungen wird auf das ausführlichere Konzept zur Offenen Ganztagsschule verwiesen.

Verpflichtung zur Teilnahme

Gemäß der Zielsetzung kann es keine Beliebigkeit bei der Teilnahme an den Nachmittagsangeboten geben, d.h. mit der Anmeldung und Aufnahme besteht für das Kind eine Teilnahmepflicht. Die Teilnahmepflicht erstreckt sich auf fünf Tage. In Ausnahmefällen kann das Kind auf Wunsch der Eltern an einem festen von den Eltern gewünschten Tag von der Teilnahmepflicht an den Nachmittagsangeboten befreit werden.

Soziale Erziehung

Die soziale Erziehung genießt in der OGS gemäß Schulprogramm einen hohen Stellenwert. Durch die Verlängerung des täglichen Beisammenseins ergeben sich neue Chancen, die Kinder in ihrer sozialen Entwicklung zu fördern. Diese Chancen werden in der OGS genutzt.
Zu vielen Kindern ist ein geregelter Tagesablauf oft nur unvollkommen bekannt. Da sie aber in ihrer Entwicklung geregelten Abläufen, die ihnen Sicherheit und Verlässlichkeit geben, bedürfen, wird die OGS einen Rahmen bieten, der ihnen Orientierung gibt.
Wo immer es möglich ist, werden die Kinder in die Durchführung bestimmter Aktionen einbezogen und zu sozialem Handeln angeleitet.
Dazu bietet sich u.a. das gemeinsame Mittagessen an. Statt sich bedienen zu lassen, werden die Kinder bei der Vorbereitung (Tischdecken, Speisen auftragen) sowie der Nachbereitung (Tisch abdecken, Tische säubern) helfen. Während des Mittagessens werden sie den Wert der Gemeinschaft erfahren und lernen, dass es sinnvoll ist, während des Mittagessens Regeln einzuhalten.
Im verlängerten täglichen Miteinander wird vermehrt auf gegenseitige Rücksichtnahme geachtet, da jedes Kind unterschiedliche Bedürfnisse hat.
Insgesamt gesehen bietet die OGS durch die längere Verweildauer der Kinder die Chance, die im Schulprogramm unter dem Standard „Soziales Lernen“ beschriebenen Zielsetzungen besser umzusetzen.

Hausaufgaben

Für die Kinder der Schuleingangsklassen beginnt die Anfertigung der Hausaufgaben um 12.30 Uhr. Für die Kinder der Klassen 3 und 4 beginnt die Anfertigung der Hausaufgaben in der Regel um 14.30 Uhr.
Die Anfertigung der Hausaufgaben ist fester Bestandteil der Offenen Ganztagsschule. Während der Anfertigung der Hausaufgaben erhalten die Kinder Hilfestellung und Förde-rung im Rahmen der Möglichkeiten. Dazu stehen bei Bedarf die in den Klassen vorhandenen Lernmaterialien zur Verfügung.
Die in der Hausaufgabenbetreuung eingesetzten Lehrerinnen streben an, dass die Hausaufgaben vollständig, ordentlich und richtig angefertigt werden. Als Hinweis für die Eltern und die Klassenlehrerinnen enthalten die Haushefte einen Vermerk. Bei besonderen Problemen erhalten die Eltern und Klassenlehrerinnen nähere Hinweise.

Individuelle Förderung

Ergibt sich bei einem Kind die Notwendigkeit einer gezielten Förderung, beraten die Lehrerinnen im Nachmittagseinsatz mit der entsprechenden Klassenlehrerin über individuelle Fördermaßnahmen. Dabei kann ein evtl. bereits vorhandener Förderplan eingesetzt werden. Auch dann ist eine Beratung zwischen den beteiligten Kolleginnen unerlässlich. Die individuelle Förderung folgt auf die Anfertigung der Hausaufgaben. Dabei wird das individuelle Leistungsvermögen des Kindes berücksichtigt.
Sprachförderung ausländischer Kinder
Die OGS an der Herseler-Werth-Schule setzt sich verstärkt dafür ein, gerade die Eltern der ausländischen Kinder, die die deutsche Sprache nicht zufriedenstellend beherrschen, davon zu überzeugen, dass eine Teilnahme ihrer Kinder sinnvoll ist und eine Chance zur Sprachförderung bietet. Indem die Kinder bis in den Nachmittag hinein Deutsch hören und sprechen, werden sie ihre Sprachfähigkeiten verbessern. Zusätzlich werden für diese Kinder Sprachförderkurse am Nachmittag eingerichtet.

Bewegungsförderung

Um der Bewegungsarmut der Kinder vorzubeugen und um körperliche Bewegungsabläufe zu optimieren, gibt es ein tägliches Sportangebot. Dieses Angebot soll die Geschicklichkeit, die Kraft, die Ausdauer usw. der Kinder ausbilden und stärken.

Förderung musischer Fähigkeiten

Hierzu gehören sowohl künstlerisches Gestalten, Werken wie auch Singen und Musizieren. Auch in diesen Bereichen wird qualifiziertes Personal eingesetzt.
In welchem Umfang Angebote aus diesen Bereichen bestehen werden, hängt von den zur Verfügung stehenden Experten und der Anzahl der Kinder ab. Mit wachsender Kinderzahl wird auch die Anzahl der Angebote steigen müssen, damit die Gruppengrößen in vertretbarem Rahmen gehalten werden können. Was als vertretbarer Rahmen gelten kann, hängt vom Angebot und der sich daraus ergebenden notwendigen individuellen Hilfestellung ab.
Der zeitliche Umfang der Angebote kann nicht starr festgelegt werden. Das Team derjenigen Mitarbeiter, die freie Angebote vorbereiten und betreuen, wird darüber in Teambesprechungen befinden. Sicherlich ist Flexibilität sinnvoll.

Förderung naturwissenschaftlicher Fähigkeiten

In diesem Bereich wird eine Fachkraft mit den Kindern durch naturwissenschaftliche Experimente Fragen zu beobachtbaren Alltagsphänomenen beantworten.

Handhabung Digitaler Medien

Unter Anleitung fachlich und pädagogisch erfahrener Mitarbeiter sollen Kinder Kompetenzen entsprechend dem Katalog „Bornheimer Klammeräffchen“ erwerben und erweitern.

Personal

An das Personal, das in der OGS tätig sein wird, werden gemäß den schulinternen Qualitätsmerkmalen bestimmte Anforderungen gestellt. Da qualifizierte Förderung das Ziel der OGS der Herseler-Werth-Schule ist, muss das Personal hohen Ansprüchen genügen und entsprechend sorgfältig ausgewählt werden. Wie viel Personal tätig sein wird, wird von der Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel abhängen.

Räume

Im Souterrain des Hauptgebäudes
- Küche
- 6 Gruppenräume unterschiedlicher Größe
- Werkraum
Weiterhin stehen zur Verfügung:
- Klassenräume im Hauptgebäude (z.B. für die Hausaufgabenbetreuung/ individuelle   Förderung)
- ein PC-Raum (z.B. für Angebote im Bereich der Digitalen Medien)
- das Forum (z.B. für Bewegungsaktivitäten oder musische Angebote)
- die Turnhalle (für Bewegungsaktivitäten)
- der Schulhof (z.B. für freies Spiel)

 

5. Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit will informieren, Aufmerksamkeit wecken, Pläne und Aktivitäten nach außen bekannt machen und sich um öffentliches Vertrauen bemühen.

5.1 Pädagogische Zielsetzungen

Pflege und Stärkung des positiven Images der Schule nach innen und außen

 

6. Gemeinsamer Unterricht

Auch Kinder mit Behinderungen sollen wohnortnah unterrichtet werden können. In vielen Fällen sind die Beeinträchtigungen nicht so gravierend, dass besondere Räumlichkeiten, spezielles Mobiliar, technische Hilfsmittel oder Intensivbetreuung erforderlich sind.
Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule bekennt sich zum gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder und ist bereit, behinderte Kinder nach einer Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung der schulischen Ressourcen im Gemeinsamen Unterricht zu fördern.

6.1 Pädagogische Zielsetzungen

- In der Herseler-Werth-Schule sollen behinderte Kinder gemeinsam mit 
  nichtbehinderten Kindern unterrichtet und gefördert werden.

6.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Nähere Ausführungen hierzu finden sich im Konzept zum Gemeinsamen Unterricht.

 

7. Besondere Veranstaltungen

Seit vielen Jahren gehören im Jahresverlauf besondere Veranstaltungen zum Schulleben. Dazu zählen beispielsweise Klassenfahrten, das Schulfest, das Spielefest, das Sportfest, die Projektwoche, die Karnevalsfeier, der Martinszug, das Adventssingen und ökumenische Gottesdienste.
Die Schulgemeinschaft will diese Traditionen pflegen und prüfen, ob weitere Veranstaltungen den oben angeführten Kanon ergänzen können.

7.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Festigung der Schulgemeinschaft
- Strukturierung des Schuljahres
- Belebung des Schulalltages
- Hinführung zu kulturellen Werten

7.2. Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Um die o.a. Zielsetzungen zu erreichen, werden folgende Veranstaltungen, die das Schuljahr strukturieren, regelmäßig durchgeführt:

- ökumenischer Gottesdienst am ersten Schultag nach den Sommerferien
- ökumenischer Gottesdienst für die Schulneulinge am Einschulungstag
- Martinszug
- Adventssingen
- Weihnachtsbasar
- ökumenischer Gottesdienst am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien
- Schulkarneval an Weiberfastnacht
- Sport- und Spielefest
- Projektwoche (zweijährig)
- Schulfest
- ökumenischer Schulgottesdienst am letzten Schultag vor den Sommerferien

Neben den jahreszeitlich gebundenen Veranstaltungen für die Schulgemeinschaft finden innerhalb der Klassen-/ Jahrgangstufengemeinschaften gesonderte Aktivitäten statt:

- Klassenfeste
- mehrtägige Klassenfahrten
- Klassenausflüge

Die Hinführung zu kulturellen Werten erfolgt durch

- regelmäßige Theaterbesuche
- Autorenlesungen
- die Zusammenarbeit mit der kath. öffentlichen Bücherei St. Aegidius
- musikalische Darbietungen
- u.ä.

Die Auswahl der Angebote und die zeitliche Terminierung der kulturellen Aktivitäten liegt in der Entscheidung des Kollegiums. Anregungen aus der Elternschaft sind herzlich willkommen.

 

8. Wirtschaftlichkeit und Ökologie

Um funktionsfähig zu sein, benötigt unsere Schule viele Dinge aus unterschiedlichen Bereichen. Ihr Verbrauch unterliegt damit einer besonderen Verantwortung, da die anfallenden Kosten durch Steuern und Abgaben der Allgemeinheit getragen werden.
Vieles, was den Schulbetrieb ermöglicht und aufrecht erhält, entstammt natürlichen Ressourcen, die durch den Verbrauch zum Teil geringer werden und bei deren Gewinnung und Umwandlung große Mengen Energie eingesetzt werden müssen. Ressourcenverbrauch wie Energieeinsatz belasten die Umwelt und erfordern daher einen verantwortungsbewußten Umgang.
Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule bejaht ihre Verantwortung gegenüber Ökonomie und Ökologie und setzt sich ein für die damit verbundene Bewahrung der Schöpfung.

8.1 Pädagogische Zielsetzungen

Einsparmöglichkeiten bei z.B. Wasser und Energie (Strom und Heizung) sowie bei Verbrauchsmaterialien (z.B. Papier, Kopien, Büromaterialien, Mobiliar,   Reinigungsmittel, Handtuchpapier, Reinigungsaufwand) sollen systematisch aufgespürt und sinnvoll gesenkt werden.

 

9. Schulische Infrastruktur

Viele Stunden des Vormittages verbringen unsere Kinder auf dem Schulgelände und in den dort errichteten Gebäuden. Über die Klassenräume hinaus benötigt unsere Schule eine reichhaltige Infrastruktur (z.B. unser neugestalteter Schulhof), deren Zustand und Aussehen das Lernklima und die Atmosphäre positiv beeinflussen.

9.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule will die gegebenen Möglichkeiten weiterentwickeln und optimieren und bei Bedarf neue bauliche Projekte in Angriff nehmen.

9.2. Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Bereits umgesetzte Optimierungen:

- Schulhofumgestaltung
- Vernetzung aller Klassenräume sowie des Forums, des Lehrerzimmers und der   Verwaltung
- Einrichtung eines Medienraumes mit 15 PC-Arbeitsplätzen
- Erweiterungsbau am Hauptgebäude als Forum
- barrierefreier Eingang zu Forum
- Überdachung der Eingänge zur OGS, Forum und Nebeneingangstür
- Umgestaltung des Kellergeschosses des Hauptgebäudes zu Räumlichkeiten für die   OGS/ MB
- Verlagerung der Verwaltung und des Lehrerzimmers in das Erdgeschoss des   Hauptgebäudes
- Unterbringung der Klassen 1 und 2 ausschließlich im Hauptgebäude wegen der   günstigeren räumlichen Bedingungen (Gruppenräume)
- Umgestaltung des Untergeschosses des Nebengebäudes mit Errichtung eines   Förderbereiches zur Förderung der Naturwissenschaften/ Technik
- Sanierung der gesamten Elektroinstallation
- Beschallungs- und Scheinwerferanlage für das Forum
- Umgestaltung der Räumlichkeiten des ehemaligen SKG zu Förderbereichen für die   Schuleingangsphase und den Gemeinsamen Unterricht
- energetische Sanierung aller Schulgebäude (Wärmedämmverbundsystem/ Fenster/   Sonnenschutz/ Heizungsanlage)
- Trockenlegung und Abdichtung der Kelleraußenmauern
- Verlagerung der Regenrinnen des Nebengebäudes vor die Außenwand
- stabiler Stabgitterzaum um den Schulgarten an der Rheinseite
- Einbau einer Schließanlage für alle Türen (wird ständig erweitert)

geplante Optimierungen:

- Sanierung oder Neubau der Schülertoilettenanlage auf dem Schulhof
- Sanierung der überdachten Gänge auf dem Schulhof
- Neubau einer Mensa für die OGS
- Austausch aller Klassenraumtüren
- Sanierung der Holzfußböden in den Klassen
- Erneuerung der alten PVC-Böden im Untergeschoss des Nebengebäudes
- mobile Trennwand im vorderen Bereich des Forums

Weitere Maßnahmen finden sich im Sanierungsplan.

 

10. Schule und Kirche

Im Hinblick auf Lebensbewältigung, Sinnfindung und Lebenserfüllung bietet die religiöse Erziehung Hilfe an. Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule bekennt sich zu ihrer Verantwortung gegenüber einer religiösen Erziehung. Sie pflegt enge Kontakte zu den Kirchengemeinden im Ort.

10.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Kinder sollen an religiöse Inhalte herangeführt werden, sich mit ihnen auseinandersetzen und einen Zugang zu den Kirchengemeinden finden.

 

Schülerorientierte Standards

 

11. Förderung

Fördern meint in seiner ursprünglichen Bedeutung „weiter nach vorne bringen“. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter „verstärken, unterstützen, steigern“.
Fördern ist grundlegende Aufgabe von Schule und bezieht sich auf alle Kinder unabhängig von ihrem Leistungsniveau. Weil Kinder unterschiedliche Lernvoraus- setzungen und unterschiedliches Lernvermögen mitbringen, erhalten sie unterschiedliche (individuelle???) Förderangebote.

11.1 Pädagogische Zielsetzungen

Jedes Kind soll
-  höchst möglichen Lernzuwachs auf individuellem Niveau erreichen
-  seine Kompetenzen beständig steigern
-  an Selbstständigkeit und Selbstsicherheit durch individuelle Erfolgserlebnisse
  gewinnen
-  zum selbstgesteuerten Lernen finden

11.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Unterricht wird so angelegt, dass jedes Kind einer Lerngruppe Angebote erhält, die seinem persönlichen Leistungsniveau entsprechen. Diese Lernangebote kommen zum einen aus dem gleichen Aufgabenbereich mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad (horizontale Differenzierung), zum anderen aus weiterführenden Aufgabenbereichen (vertikale Differenzierung).
Bei aller im nachfolgend dargestellten Förderkonzept notwendigen Differenzierung und Individualisierung darf das gemeinsame Lernen (z.B. Rechenkonferenz/ Schreibkonferenz/ Reflexionen/ Kreisgespräche über einen gemeinsamen Unterrichtsgegenstand) nicht vernachlässigt werden. Durch das gemeinsame Lernen erfahren die Kinder, dass sie Mitglied einer heterogenen Gemeinschaft sind, in der alle gleichberechtigte Interessen haben. Sie sollen erfahren, dass „ihr“ Wert, „ihre“ Rolle nicht durch ihre Leistungsfähigkeit bestimmt wird und es über die kognitiven Leistungen hinaus im Zusammenleben der Menschen andere wertvolle Qualitäten, individuelle Fähigkeiten (z.B. soziale Kompetenzen) gibt, von denen jeder einzelne profitieren, ohne die eine Gemeinschaft nicht funktionieren kann.

Nähere Ausführungen hierzu finden sich im

- allgemeinen Förderkonzept
- LRS – Konzept
- Lesekonzept
- Konzept zur Begabtenförderung
- Konzept zur Förderung der basalen Fähigkeiten
- Konzept zur Förderung der motorischen Fähigkeiten

 

12. Schülerorientierung

Nicht das Lehren der Lehrerin oder des Lehrers sondern das Lernen des Kindes steht im Mittelpunkt allen Bemühens. Schule ist nicht nur Unterrichtsstätte, sondern auch Lebens- und Erfahrungsraum, in dem die Kinder in einer freien und befreienden Atmosphäre lernen können.

12.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die natürliche Neugier und Lernfreude der Kinder soll geweckt und gefördert werden; darauf aufbauend sollen sie zu systematischem Lernen angeleitet werden.
Wo immer sich die Gelegenheit bietet, sollen die Kinder dazu angeleitet werden, Strategien zu entwickeln, um zu selbstständigen Lösungen bei Lernanforderungen zu gelangen.

 

13. Das Lernen lernen - ein Leben lang

Lebensbewältigung in unserer heutigen Gesellschaft erfordert flexible Reaktionen auf neue Anforderungen und bedingt somit ein lebenslanges Lernen.
Damit das Kind neue Anforderungen bestmöglich bewältigen kann, muss es sein Lernen organisieren und Strategien entwickeln, die eine Problembewältigung ermöglichen. Das Kind muss also lernen, wie es die Erfahrungen der Vergangenheit bei zukünftigen Problemstellungen einsetzt.
Die LehrerInnen der Herseler-Werth-Schule betrachten das Lernen des Lernens als Grundherausforderung, der sie sich in jedem Unterricht stellen.

13.1 Pädagogische Zielsetzungen

Von Beginn des schulischen Lernprozesses an sollen die Bereitschaft und die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen gefördert werden.
Damit die Kinder zu vollwertigen Mitgliedern unserer Gesellschaft heranreifen können, müssen sie Kompetenzen in folgenden Bereichen erwerben:
- Lesen, Rechnen, Schreiben
- Englisch
- PC-Anwendungen
- Umgang mit Medien

Da es vielfach nicht den „einen“ Lern- bzw. Lösungsweg gibt, erhalten die Kinder Gelegenheit, auf eigenen Wegen zu Lern- bzw. Lösungsstrategien zu gelangen und diese anzuwenden und auszubilden. Dabei sollen sie lernen, planvoll vorzugehen.
Damit Lernen nicht nur als konsumierendes Anhäufen von Lerninhalten verstanden wird, müssen die Kinder zu kritischem Bewusstsein hingeführt werden. Sie sollen
- Informationen kritisch hinterfragen,
- Lösungsangebote überprüfen,
- Widersprüche aufdecken
- dabei die Vorteile von Teamarbeit erkennen

13.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Um Lernprozesse zu ermöglichen, müssen Motivation, Wissbegierde und Offenheit gegenüber neuen Inhalten aufgegriffen, gefördert und lebendig gehalten werden. Dabei begünstigen Erfolgserlebnisse weitere Lernbereitschaft. Erfolge werden aber ebenso ermöglicht durch Anpassung des Schwierigkeitsgrades des Lerninhaltes an das Leistungsvermögen des Kindes. Dabei muss dem Kind vermittelt werden, dass erfolgreiches Lernen ohne Anstrengungsbereitschaft nicht möglich ist.
Um die Anstrengungsbereitschaft zu erhalten, benötigen die Kinder einen strukturierten Schultag, in dem sich Arbeitsphasen mit Entspannungs- und Bewegungsphasen abwechseln. Die Kinder müssen lernen sich ihre Zeit einzuteilen und effektiv zu nutzen. Bei der Arbeit an Tagesplänen über Wochenplänen bis hin zu projektorientierten Verfahren lernen sie, ihre Zeit selbst zu strukturieren.
Eine weitere wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen ist die Gestaltung einer förderlichen Lernumgebung:
- geordneter Arbeitsplatz (nur die benötigten Materialien liegen bereit)
- Arbeitshaltung (physisch und psychisch)
- Ordnung und Übersicht im Raum (Mathematikregal, Spracheregal usw.)
- Einbeziehung relevanter Medien

Wenn der Unterricht die Möglichkeit eröffnet, in den Lernprozess möglichst viele Sinne einzubeziehen, erhält das Kind die Chance seinen Lerntyp zu entdecken. Diese Kenntnis kann das Lernen fördern und erleichtern.
Im Lernprozess werden die Kinder zwangsläufig mit Fehlern, Misserfolgen und Leistungsdruck konfrontiert. Im Unterricht werden diese Begleiterscheinungen eines Lernprozesses aufgegriffen und Wege zur Bewältigung angeboten.
Dazu bieten sich u.a. an:
- Lernpausen
- Entspannungsphasen
- Bewegungsspiele
- Stilleübungen

Um ein kritisches Bewusstsein gegenüber Lerninhalten zu entwickeln, ist der Austausch von Argumenten mit anderen hilfreich. Je mehr die Kinder daraus für sich positive Erfahrungen gewinnen, desto mehr erkennen sie die Vorteile von Teamarbeit.

 

14. Lernen in Zusammenhängen

Viele Unterrichtsthemen lassen sich mehreren Lernbereichen zuordnen und erfordern eine ganzheitliche Wahrnehmung.

14.1 Pädagogische Zielsetzungen

Im Unterricht der Herseler-Werth-Schule vollzieht sich das Lernen wo immer möglich
in Zusammenhängen.

 

15. Verantwortung übernehmen

Als Mitglied einer Gemeinschaft erfährt man Geborgenheit und Sicherheit. Ein wesentliches Merkmal einer gut funktionierenden Gemeinschaft ist die Bereitschaft aller Mitglieder, Verantwortung zu übernehmen. Die Schulgemeinschaft nimmt damit ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahr und wirkt durch die Arbeit in der Schule mit an der Erziehung der Kinder zu verantwortungsbewussten Bürgern.

15.1 Pädagogische Zielsetzungen

In der Herseler-Werth-Schule sollen die Kinder, beginnend mit ihrem Eintritt in die Schulgemeinschaft, angeleitet werden, innerhalb der Schulgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.

 

16. Soziales Lernen

Unter sozialem Lernen versteht man zielgerichtete Veränderungen des Verhaltens, die auf menschliches Miteinander ausgerichtet sind. Oft geht Eigennutz vor Gemeinnutz. Vielfach überlässt man soziales Handeln den anderen, nimmt aber soziales Handeln in Anspruch, wenn man es selber benötigt. Darüber hinaus erleben die Kinder in zunehmendem Maße Verhaltensweisen, die nicht nur von Egoismus sondern auch von seelischer und körperlicher Gewaltausübung durch Kinder und auch durch Erwachsene geprägt sind. Eigeninteressen werden rücksichtslos durchgesetzt.

16.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule betrachtet die Erziehung zur Mitmenschlichkeit und zur Offenheit gegenüber den Nöten und Bedürfnissen anderer als eine besonders wichtige Aufgabe. Bestehende soziale Verhaltensweisen werden aufgegriffen, verstärkt und weiterentwickelt.
Folgende Verhaltensweisen betrachtet die Schulgemeinschaft als besonders erstrebenswert:
- Abbau von Konkurrenzdenken
- nicht immer der Erste sein müssen/ wollen
- lernen, verlieren zu können
- andere nicht fremd bestimmen
- Unrechtsbewusstsein entwickeln
- Unrecht beim Namen nennen
- lernen, Fehler zugeben zu können
- gönnen können
- aktiv zum Wohlfühlen in der Schule beitragen
- lernen, dass sich der Wert eines Menschen nicht durch seinen Besitz bestimmt
- Stärkung des Selbstwertgefühles
- gewaltfreie Konfliktlösung

16.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

Um die oben genannten Verhaltensweisen im Bewusstsein der Kinder zu verankern, ergreift jede Lehrerin/ jeder Lehrer jede sich bietende Gelegenheit. Mögliche Maßnahmen sind z.B.
- Sensibilität wecken für die Bedürfnisse und Befindlichkeiten aller
- Einzel-/ Partner-/ Gruppen-/ Klassen-/ Elterngespräche
- Behandlung von Texten zur Konfliktbewältigung
- Rollenspiele
- Aufarbeitung im Unterricht
- Einsatz von Mediatoren
- Selbstbehauptung
- Konflikttraining

Konsens mit den Eltern

Erziehung findet sowohl im Elternhaus als auch in der Schule statt. Kinder brauchen Wertmaßstäbe an denen sie sich orientieren können. Um die Kinder nicht zu verunsichern, muss ein Konsens über diese Maßstäbe zwischen Elternhaus und Schule angestrebt werden.
Die Grundlage für einen Konsens besteht zunächst in der Kenntnis der gemeinsamen Wertmaßstäbe der Schulgemeinschaft, die im Schulprogramm festgeschrieben sind.
Wenn Äußerungen und Verhaltensweisen der Kinder und der Eltern erkennen lassen, dass Unstimmigkeiten über die Werte bestehen, ist der Anlass für ein Gespräch gegeben.
Über Artikel in den Schulnachrichten sollen die einzelnen Punkte in regelmäßigen Abständen in das Bewusstsein der Eltern gerückt werden.

Wir helfen uns gegenseitig

Kinder haben unterschiedliche Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten sollten die Kinder nicht ausschließlich für sich selbst nutzen, sondern auch andere teilhaben lassen. Gelegenheiten bieten sich u. a. bei
- den Unterrichtsformen Werkstattunterricht und Schreib-/ Mathematikkonferenz
- der Behandlung von Fabeln oder anderen geeigneten Texten
- der Arbeit am PC
- Einrichtung von Patenklassen
- in den Pausen

Kinder stark machen

Die Kinder sollen drohende Konflikte rechtzeitig erkennen lernen und Verhaltensmuster einüben, mit deren Hilfe sie Konflikte vermeiden oder möglichst gewaltfrei lösen können. Darüber hinaus sollen sie lernen, wie sie sich im Notfall gegen Übergriffe wehren können.
Dazu wird mindestens einmal während der Grundschulzeit, nach Möglichkeit jedes Jahr ein Kurs einer(s) auf Selbstbehauptungs- und Konflikttraining spezialisierten Organisation bzw. Trainers als Unterrichtsveranstaltung durchgeführt.

Benutzen von Gemeinschaftseinrichtungen und –materialien

Außer ihrem persönlichen Eigentum nutzen die Mitglieder der Schulgemeinschaft die Räume, die Einrichtungen sowie die Lehr- und Lernmaterialien gemeinsam. Deshalb muss allen bewusst gemacht werden, dass jeder einzelne für die Erhaltung des unversehrten und sauberen Zustandes mitverantwortlich ist. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf:
- der Erhaltung des Mobiliars
- der Erhaltung und Vollständigkeit von Lehr- und Lernmaterialien
- dem pfleglichen Umgang mit den entliehenen Schulbüchern
- dem pfleglichen Umgang mit der Schulhofbepflanzung
- dem pfleglichen Umgang mit den Spielanlagen
- der sachgerechten Benutzung der Sanitäranlagen
- der Ordnung im Geräteraum der Turnhalle, in den Lehrmittelräumen, im PC-Raum, in 
  der Küche und sonstigen Fachräumen

Das gelingt um so besser, wenn die Kinder auch zu Hause zu vergleichbaren Verhaltensweisen angehalten werden.

Rücksichtnahme auf arbeitende Klassen

Jede Lehrerin/ jeder Lehrer ergreift geeignete Maßnahmen, um Ruhe beim Verlassen der Klasse zu gewährleisten.
Vor dem Betreten der Gebäude sammeln sich die Kinder einer Klasse vor den Eingangstüren. Die verantwortliche Lehrerin/ der verantwortliche Lehrer erinnert die Kinder (immer wieder!) daran, beim Gang zum eigenen Klassenraum Rücksicht auf die arbeitenden Klassen zu nehmen.

Beleidigungen unterlassen

Dazu gehören auch Auslachen, Provozieren, Ärgern, Missachten und Ausgrenzen. Erfährt eine Lehrerin/ ein Lehrer von derartigen Vorfällen, so soll sie angemessen reagieren, z.B.
- die Vorfälle unmittelbar aufgreifen und ggf. im Unterricht thematisieren
- auf Entschuldigung hinwirken
- auf Wiedergutmachung hinwirken
- Bedeutung verbaler und nonverbaler Ausdrucksformen schriftlich erklären lassen
- schriftlich begründen lassen, warum beleidigende Äußerungen zu unterlassen sind
- ggf. Kenntnisnahme der Eltern durch Unterschrift bestätigen lassen
- In extremen Fällen können auch nachfolgende Maßnahmen ergriffen werden:
- zeitweiser Ausschluss von der Gemeinschaft (Pause, Ausflug, Klassenfahrt)
- Anwendung der in der ASchO vorgesehenen Ordnungsmaßnahmen

Maßnahmen bei unerwünschten Verhaltensauffälligkeiten

Alle Lehrerinnen/ Lehrer werden bei außergewöhnlichen Verhaltensauffälligkeiten in Beratungen und bei zu treffenden Maßnahmen einbezogen. Welche Maßnahmen im Einzelnen ergriffen werden können, wird an anderer Stelle (Schulordnung) aufgeführt.

Schulordnung

Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule wird ihre eigene schriftlich festgelegte Schulordnung erstellen. Alle Mitglieder bringen ihre eigene Sichtweise ein:- die Kinder über die Arbeit in den Klassen zusammen mit ihrer Klassenlehrerin
- das Lehrerinnen / Lehrer über Beratungen in der Lehrerkonferenz
- die Eltern über schriftliche Eingaben an die Schule

 

Schulordnung

In der Herseler-Werth-Schule leben und arbeiten wir.
Alle sollen sich hier wohlfühlen.
Dafür brauchen wir Regeln.

1. Allgemeine Regeln

- Wir nehmen Rücksicht auf Kleinere, Schwächere oder auf Kinder, die etwas nicht
  so gut können.
- Keiner tut einem anderen weh.
- Keiner beleidigt einen anderen durch Worte oder Zeichen.
- Wir nehmen Rücksicht auf unsere Umwelt, indem wir
- Müll vermeiden und anfallenden Müll trennen
- mit Energie und Wasser sparsam umgehen
- Keiner beschädigt etwas absichtlich.
- Alle erscheinen pünktlich zum Unterricht.
- Mit dem Gong stellen wir uns geordnet auf.
- Für alle mitgebrachten Dinge trägt jeder selbst die Verantwortung.
- Jeder bringt nur das mit in die Schule, was gebraucht wird.
- Bei einem Verlust nicht benötigter Sachen gibt es keinen Ersatz.
- Auf dem Schulgelände benutzen die Kinder keine Handys.
- Sollte ich doch einmal gegen eine Regel verstoßen haben, entschuldige ich mich.

2. Regeln für verschiedene Bereiche der Schule

2.1 Flure und Treppenhäuser

- In den Schulgebäuden rennen wir nicht. Wir gehen, um Unfälle zu vermeiden.
- Während der Unterrichtszeit sind wir in den Schulgebäuden leise, um die anderen
  lassen nicht zu stören.
- Wir achten darauf, dass alle Jacken und Turnbeutel im Flur an unseren Haken
  aufgehängt sind.

2.2 Klassenräume

Jede Klassengemeinschaft erarbeitet eigene Regeln. Diese Regeln berücksichtigen sowohl das Miteinander als auch den Umgang mit der Einrichtung.

2.3 Turnhalle

- Jede Lehrkraft ist beim Verlassen der Turnhalle für die Ordnung in Halle und
  Geräteraum verantwortlich.
- Jede Lehrkraft verschafft sich zu Beginn der Sportstunde einen Überblick über die  
  Ordnung in Halle und Geräteraum.
- Missstände werden im Kollegium unmittelbar bekannt gegeben.
- In der Halle müssen geeignete Schuhe benutzt werden. Die Sohlen dürfen keine
  Spuren auf dem Boden hinterlassen.

2.4 Fachräume

Die Verantwortung für die Fachräume obliegt bestimmten Mitarbeitern. Die von ihnen vorgegebenen und ausgehängten Ordnungskriterien müssen von jedem Benutzer eingehalten werden.

2.5 Schulhof

- Beim Spielen verhalten wir uns fair und halten die Spielregeln ein.
- Keiner wirft mit Kies, Steinen, Stöcken, Schneebällen oder harten Gegenständen
- Nachlaufen im Klettergerüst ist gefährlich und deshalb verboten.
- Wir spielen nur mit Softbällen.
- Nasse Bälle verschmutzen die Kleidung und die Schulgebäude. Ballspiele sind
  deshalb nur bei trockenem Schulhof erlaubt.
- Auf dem Schulhof ist das Fahren mit Fahrrädern, Inlinern, Skateboards, Kickboards
  u.ä. grundsätzlich verboten. (Ausnahme: zu Unterrichtszwecken)
- In der Pause bleiben alle auf dem Schulhof.
- Alle schützen die Schulanlagen, besonders die Bepflanzung.
- Jeder wirft seinen Müll in die aufgestellten Körbe.
- Keiner klettert auf Bäume.
- Alle beachten die roten Fahnen: Spielfläche gesperrt.

2.6 Toiletten

- Die Toiletten sind keine Aufenthaltsräume und kein Spielplatz.
- Keiner hindert einen anderen am Betreten oder Verlassen der Toilette.
- Du möchtest eine saubere Toilette vorfinden.
  Halte sie selber sauber.
  Spüle nach jeder Benutzung ab.
  Jeder benutzt das Toilettenpapier nur für den vorgesehenen Zweck.
- Jeder wäscht sich nach Benutzung der Toilette die Hände.
- Jeder geht nach Möglichkeit in der Pause auf die Toilette.

2.7 Fundsachen

- Wenn du etwas findest, gib es beim Hausmeister ab.
- Hast du etwas verloren, fragst du bei ihm nach.

 

17. Kulturtechniken

Der Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten im Rechnen, Schreiben und Lesen ist eine vorrangige Aufgabe der Grundschule. Diese traditionellen Aufgaben werden unterstützt durch die Heranführung an Neue Medien und den Umgang mit ihnen.

17.1 Pädagogische Zielsetzungen

Jedes Kind soll
- ein Höchstmaß an Rechtschreibsicherheit erwerben,
- ein Höchstmaß an Rechenkompetenz erwerben,
- befähigt werden, aus altersgemäßen Texten den Sinn zu entnehmen,
- lernen, sich schriftlich klar und verständlich auszudrücken,
- seine Schriftzeichen formklar darstellen und schriftliche Arbeiten insgesamt in
  ansprechender Form und angemessener Zeit anfertigen.

17.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Ziele

17.2.1 Übergeordnete Rahmenbedingungen

- Differenzierung und Individualisierung
- positive Arbeitshaltung
- Ruhe und Muße
- Stilleübungen/ Meditationen
- Ordnung in der Klasse
- keine Reizüberflutung in der Klasse
- ausgewogene Ansprache vieler Sinne
- Ausbildung der Merkfähigkeit durch Training im Auswendiglernen
- Erarbeitung eines Ordnungssystems und Einsicht darin
- Heftordnung
- regelmäßige Kontrollen der Hefte und der Hausaufgaben
- zusätzliche Förderung von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache lernen

17.2.2 Lesen

-  für das Lesen begeistern
-  Lesen lernen mit möglichst vielen Sinnen (Gebärden/ Buchstaben fühlen/ Laute
  hören/ Wörter schreiben)
- Hörtraining (z.B. Selbstkontrolle mit einem Kassettenrecorder)
- starke Berücksichtigung der Lautsynthese
- Durchgliederungsübungen
- Differenzierung und Individualisierung besonders beim Leselernprozess
- deutlich sprechen
- tägliche Leseübung
- Lesen als ständige Hausaufgabe (pro Tag x Minuten, gestaffelt nach
  Jahrgangsstufen)
- Höchstmaß an zusätzlichen Fördermaßnahmen von Klasse 1 an
- Heranführung an Kinderliteratur (regelmäßige Büchereibesuche/ Behandlung von
  Ganzschriften)
- regelmäßige Lernstandskontrollen (Überprüfung des Leseverständnisses u.a. z.B.
  durch Fremdevaluation durch Parallelklassenlehrerin)
- mit Texten auseinandersetzen (kritisch/ sachlich/ emotional)

17.2.3 Aufsatz

-  für das Schreiben begeistern
-  Schaffen/ Nutzen von Erzählanlässen
-  Textproduktion von Klasse 1 an
-  ausdrücken in ganzen Sätzen (mündlich und schriftlich)
-  systematischer Auf-/ Ausbau des Wortschatzes
-  Textplanung/ -produktion, -überarbeitung (z.B. über Schreibkonferenz)
-  Übungen zu Textaufbau und Textgliederung
-  Übungen in unterschiedlichen Textsorten (Bericht/ Phantasieerzählung/ Sachtext/
  Handlungsanweisung usw.)
-  Übungen zum Satzaufbau
-  korrekte grammatische Formen einüben (Zeiten/ Fälle/ Begleiter/ Fürwörter usw.)
-  Arbeit mit Wortfeldern (z.B. Wortfeld laufen: rennen, Schleichen, gehen usw.)
-  reichhaltiger Einsatz von Stilmitteln (wörtliche Rede/ Satzgefüge/ wechselnde
  Satzanfänge/ Varianz in der Wortwahl/ Verwendung treffender Ausdrücke u.a.m.)

17.2.4 Rechtschreiben

Erfolge im Bereich des Rechtschreibens werden stark begünstigt, wenn
- die Lehrerinnen die Notwendigkeit für Rechtschreibsicherheit aus Überzeugung
  akzeptieren,
- den Kindern die Notwendigkeit für Rechtschreibsicherheit bewusst ist und von ihnen
  verinnerlicht wird,
- die Kinder eine daraus entstehende intrinsische Motivation aufbauen,
- die Kinder für korrekte Rechtschreibung sensibilisiert sind und
- die Kinder bereit sind, ihre eigene Rechtschreibung kritisch und distanziert zu
  betrachten.
Auf diese idealen Einstellungen gegenüber dem Problem der Rechtschreibung wird im Unterricht immer wieder begleitend bei allen schriftlichen Ausdrucksformen hingearbeitet.
Für das Erlernen der Rechtschreibung im Speziellen finden nachfolgende Maßnahmen oft, regelmäßig und intensiv im Unterricht Anwendung:
Lautabhorchtraining besonders in Klasse 1
- freie Textproduktion als Grundlage für individuelle Förderung
gezielte RS-Übungen von Klasse 1 an
Schönschreib-/ Abschreibübungen mit der Hand
Wiederholungen/ Festigungen
variierte Übungsformen (z.B. Einsatz von Lernprogrammen, Arbeit mit Wörterkästen,
  Laufdiktat, Dosendiktat, Partnerdiktat usw.)
Aufbau eines standortspezifischen Grundwortschatzes
Regeln und Gesetzmäßigkeiten erlernen und anwenden
Wörterbuch als ständiger Begleiter
Leseübungen

17.2.5 Schrift/ Ordnung

- individuelle Schreibhilfen/ Schreibgeräte verwenden
- Lineatur/ Kästchen dem Stand der Entwicklung anpassen
- Einhaltung der verwendeten Lineatur/ Kästchen einfordern
- Ordnungsschemata - vor allem bei der Heftführung - verwenden
- Regelmäßige Kontrolle der Arbeiten mit Rückmeldung über die Qualität sind
  unerlässlich. Bei Bedarf erfolgen vertiefende Übungen. Nicht akzeptable  
  Ausführungen neu anfertigen lassen.
- viele reizvolle Schreibanlässe, die schönes Schreiben herausfordern, bieten (z.B.
  Gedichtheft, Schmuckblätter, Einladungen)
- kritische Vergleiche über angefertigte Arbeiten unter den Schülern/ -innen
  durchführen
- Schreibtempo unter Beibehaltung einer ansprechenden Form trainieren

17.2.6 Mathematik

- für Mathematik begeistern
- vielfältiger handelnder Umgang mit Material
- bestmögliche Veranschaulichung
- Anwendung der beiden Dreischritte:
   - von der Handlung über das Bild zum Symbol (vor allem bei der Arithmetik)
   - vom unmittelbaren Vergleich über den mittelbaren Vergleich zum einheitlichen 
    Maßstab (bei Größen)
- aus Sachsituationen die Kinder herausfordernde mathematische Aufgabenstellungen
  erarbeiten
- wenn immer möglich Kinder bei der Planung des Unterrichtsprozesses mitplanen und
  mitgestalten lassen
- gedächtnismäßiges Einüben besonders des „kleinen 1+1“ und des „kleinen 1x1“
  einschließlich der jeweiligen Umkehroperationen unter Nutzung vielfältiger,
  abwechslungsreicher Übungsformen (entdeckendes, produktives Üben)
- Einüben der schriftlichen Rechenverfahren
- Anwendung und Festigung des Eingeübten an realen Situationen
- die Umwelt auf mathematische Aspekte hin untersuchen
- selbstständig Lösungswege suchen lassen
- Lösungsstrategien besprechen und damit mathematische Argumentation einüben
  (Rechenkonferenz)

17.3 Evaluation

Wenn eine landesweite Lernstandsüberprüfung erfolgt, ersetzt diese die von der Schule vorgesehene Überprüfung am Ende des zweiten Halbjahres.

17.3.1 Leselernstand

1.  Eine Evaluation des Leselernstandes wird regelmäßig durchgeführt.
2.  Die Lernstandskontrollen erfolgen in allen Klassen.
3.  Die grundsätzlichen Leistungsanforderungen und die Struktur der
   Lernstandskontrolle erarbeitet das Steuerungsteam Schulprogramm. Anregungen 
   
aus der Schulgemeinschaft sind willkommen.
4.  Der konkrete Inhalt der Überprüfung wird vom Schulleiter zusammengestellt.
5.  Es werden zwei anforderungsgleiche Aufgabengruppen A und B für jede
   Jahrgangsstufe zusammengestellt.
6.  In der Klasse 1 erfolgt pro Schuljahr eine Überprüfung im Monat Mai.
   In den Jahrgangsstufen 2 – 4 erfolgen zwei Überprüfung:
     - in der ersten Februarwoche
     - ca. drei Wochen vor den Sommerferien
7.  Die Überprüfung erfolgt zeitgleich innerhalb einer Jahrgangsstufe.
8.  Die jeweiligen Parallelklassenlehrerinnen führen die Überprüfung durch.
   Die Durchführungsbestimmungen werden für jede Jahrgangsstufe festgelegt.
9.  Für die einzelnen Jahrgangsstufen gelten differenzierte feste Zeitvorgaben.
   Bei vorzeitiger Abgabe wird der Abgabezeitpunkt auf dem Blatt vermerkt.
1
0. Die durchführenden Kolleginnen werten die Ergebnisse aus.
11. Der Schulleiter wird über das Ergebnis informiert und berät mit den Kolleginnen bei    außergewöhnlichen Ergebnissen über evtl. zu treffende Maßnahmen.

17.3.2 Rechtschreiblernstand

1.  Eine Evaluation des Rechtschreiblernstandes wird regelmäßig durchgeführt. Die
   Lernstandskontrollen erfolgen in allen Klassen.
2.  Die Überprüfung erfolgt mit Hilfe eines standardisierten Testverfahrens, dass 
   neben der Ermittlung des Lernstandes auch Hinweise für eine Förderdiagnose
   ermöglicht.
   Welches Verfahren angewandt wird, entscheidet das Kollegium.
3.  Die Überprüfung erfolgt
      - in Klasse 1 zwischen der 30. und 36. Unterrichtswoche
      - in den Klassen 2 – 4 zwischen der 15. und 23. Unterrichtswoche
4.  Die Durchführungsbestimmungen ergeben sich aus dem Begleitmaterial.
5.  Die Klassenlehrerinnen führen die Überprüfung durch und werten die Ergebnisse
   aus.
6.  Der Schulleiter wird über das Ergebnis informiert und berät mit den Kolleginnen bei    außergewöhnlichen Ergebnissen über evtl. zu treffende Maßnahmen.

17.3.3 Mathematiklernstand

1.  Eine Evaluation des Mathematiklernstandes wird regelmäßig durchgeführt.
2.  Die Lernstandskontrollen erfolgen in allen Klassen.
3.  Die grundsätzlichen Leistungsanforderungen und die Struktur der
   Lernstandskontrolle erarbeitet das Steuerungsteam Schulprogramm. Anregungen     aus der Schulgemeinschaft sind willkommen.
4.  Der konkrete Inhalt der Überprüfung wird vom Schulleiter zusammengestellt und
   basiert auf einer Zusammenstellung von Aufgaben, die in Anlehnung an die
   Lernstandskontrollen einer jeden Jahrgangsstufe ausgewählt werden.
5.  Es werden zwei anforderungsgleiche Aufgabengruppen A und B für jede
   Jahrgangsstufe zusammengestellt.
6.  Die Überprüfung erfolgt jeweils gegen Ende eines Schulhalbjahres.
7.  Die Überprüfung erfolgt zeitgleich innerhalb einer Jahrgangsstufe.
8.  Die jeweiligen Parallelklassenlehrerinnen führen die Überprüfung durch. Die
   Durchführungsbestimmungen werden für jede Jahrgangsstufe festgelegt.
9.  Für die einzelnen Jahrgangsstufen gelten folgende Zeitvorgaben für die   
   Bearbeitung der Aufgaben:
   Jahrgang 1:  20 Minuten
   Jahrgang 2:  30 Minuten
   Jahrgang 3:  45 Minuten
   Jahrgang 4:  45 Minuten
10. Zu den Aufgabenstellungen erfolgen keine weiteren Erklärungen durch die   
   Lehrerin.
11. Die durchführenden Kolleginnen werten die Ergebnisse aus.
12. Der Schulleiter wird über das Ergebnis informiert und berät mit den Kolleginnen 
    bei außergewöhnlichen Ergebnissen über evtl. zu treffende Maßnahmen.

18. Sachunterricht

Um sich in ihrer Lebensumwelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mit zu gestalten, benötigen unsere Kinder Kompetenzen. Die Entwicklung dieser Kompetenzen fördert der SU in den Bereichen

- Natur und Leben
- Technik und Arbeitswelt
- Raum, Umwelt und Mobilität
- Mensch und Gemeinschaft
- Zeit und Kulturen

Die Herseler-Werth-Schule setzt den Schwerpunkt auf die naturwissenschaftlichen Bereiche Physik und Chemie sowie den Bereich Technik. Die Grundlagen sind im Konzept „Förderung der Naturwissenschaften/ Technik” detailliert dargestellt.

18.1 Pädagogische Zielsetzungen

Jedes Kind soll

- Interesse entwickeln, seine Lebensumwelt bewusst wahrzunehmen und   eigenständig zu erforschen,
- Phänomene wahrnehmen und Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge heraus   finden,
- Ideen entwickeln, seine Lebensumwelt verantwortungsbewusst mitzugestalten.

18.2 Mittel und Wege zur Erreichung der Zielsetzungen

In Originalbegegnungen, anregenden Lernarrangements und in kooperativen Lerngemeinschaften erproben die Kinder unterschiedliche methodische Zugänge zur Lösung von Problemstellungen aus den o.a. Bereichen des Sachunterrichts. Dabei erwerben sie Wissen, auf das sie bei neuen Problemstellungen zurückgreifen können.

Methodische Zugänge können sein:

- forschen an offenen Problemstellungen
- experimentieren und konstruieren mit geeigneten Materialien
- sachgerechtes Nutzen von Messinstrumenten
- anfertigen von Skizzen und Tabellen
- protokollieren von Vorgehensweisen
- notieren von Beobachtungen
- verwenden von Fachbegriffen
- Entwicklung von Präsentationsformen
- beschaffen von Informationen aus tradierten wie digitalen Medien
- Entwicklung von Fragen und Vermutungen
- Beratung mit Lernpartnern
- erklären und deuten von Beobachtungen
- ziehen von Schlussfolgerungen
- ggf. Transfer von gewonnenen Erkenntnissen auf neue Problemstellungesetzungen

19. Leistung

Lernen vollzieht sich nicht nur spielerisch, sondern bedeutet auch Anstrengung und Arbeit. Die Kinder erfahren, dass gerade nach bestandenen Herausforderungen und Mühen sich positive Empfindungen wie Freude und Stolz über neu erworbene Fähigkeiten einstellen.
Nicht alle Kinder können zum gleichen Zeitpunkt die gleichen Leistungsanforderungen mit den gleichen Hilfsmitteln und dem gleichen Zeitbedarf gleich gut erfüllen. Die Lehrerinnen und Lehrer der Herseler-Werth-Schule berücksichtigen die verschiedenen Leistungsmöglichkeiten der Kinder.

19.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen werden von uns gefordert und
  gefördert.
- Jedes Kind muss zu spürbaren Lernerfolgen geführt werden.
- Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Voraussetzungen der Kinder.

20. Mobilitätserziehung

In unserer Gesellschaft spielt die Mobilität eine zunehmend wichtige Rolle. Die Verkehrsdichte hat zugenommen und wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Daraus ergeben sich für die Kinder vielfältige Probleme: z.B. Gefährdungen im Straßenverkehr, Bewegungseinschränkungen, Belastungen durch Schadstoffe in der Umwelt, Lärm, Reizüberflutung. Bedingt durch die verschiedenartigen Problembereiche wurde der Begriff „Verkehrserziehung“ durch den umfassenderen Begriff „Mobilitätserziehung“ ersetzt.

20.1 Pädagogische Zielsetzungen

Kinder müssen befähigt werden, sich im Straßenverkehr sachgerecht und mitverantwortlich zu verhalten. Dabei geht es um die fünf Säulen der Mobilitätserziehung:

- Sicherheitserziehung: Die Kinder sollen alle Fähigkeiten erwerben, die sie für ein   sicherheitsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr benötigen.
- Bewegungserziehung: Die Kinder sollen motorisch und sensorisch die Fähigkeit   erwerben, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.
- Sozialerziehung: Die Kinder sollen situationsorientiertes flexibles Verhalten,     Rücksichtnahme und Verzicht auf Vorrechte sowie die Antizipation der Handlun-gen   anderer lernen.
- Gesundheitserziehung: Die Kinder sollen die Einschränkungen einer   gesundheitsbewussten Lebensführung durch Lärm und Stress im Straßenverkehr   erkennen. Sie sollen befähigt werden, durch die Wahl geeigneter Verkehrsmittel   diese Einschränkungen zu reduzieren.
- Umwelterziehung: Die Kinder sollen verschiedene Faktoren von Umweltbelastungen   durch den Verkehr kennen lernen, ihr eigenes Verhalten und das anderer   Verkehrsteilnehmer kritisch reflektieren und Alternativen zum Verkehrsverhalten   und zur Verkehrsgestaltung entwickeln.

20.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

20.2.1 Verkehrserziehung/ Sicherheitserziehung

20.2.1.1 Schulwegtraining

Der Schulweg soll bereits vor Schuleintritt mit den Kindern geübt werden. Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Schulweg steht dabei im Vordergrund. Die Eltern er-halten für das Schulwegtraining einen Schulwegeplan, in dem die sichersten Wege gekennzeichnet sind.

In Zusammenarbeit mit den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei werden den Kindern kurz nach Schuleintritt potentielle Gefahrenstellen auf dem Schulweg gezeigt und das richtige Verhalten eingeübt.

Kinder, deren Schulweg durch den Fabriweg, die Siegstraße oder den Weingarten führt, sind durch Elterntaxen einem größeren Gefährdungsrisiko ausgsetzt. Um die Sicherheit aller Kinder zu erhöhen, verlassen die Kinder, die mit einem PKW zur Schule gebracht werden, an der Bushaltestelle an der Rheinstraße das Fahrzeug. Umgekehrt gilt, dass die Kinder zu Stoßzeiten (z.B. freitags zwischen 11.45 Uhr und 12.00 Uhr) nicht auf dem Parkplatz vor dem Schulgelände abgeholt werden.
Kinder, die mit dem Schulbus zur Schule kommen, werden künftig in einer Busschule über das richtige Verhalten an der Schulbushaltestelle und im Schulbus unterwiesen. Auch hier sind die Eltern gefragt, den Weg zur Haltestelle mit ihren Kindern vor Schul-eintritt zu üben.

20.2.1.2 Radfahrausbildung

Die eigentliche Radfahrausbildung findet in den Klassen drei und vier statt. Jedoch kann bereits in den Klassen eins und zwei ein Radfahrtraining mit schuleigenen Rädern durchgeführt werden. Dabei geht es vor allem darum, dass die Kinder Sicherheit im Umgang mit dem Fahrrad gewinnen. Im dritten Schuljahr wird ein Geschicklichkeitsparcours auf dem Schulhof aufgebaut, in dem Fähigkeiten zur Bewältigung realer Verkehrssituationen trainiert werden. Die Radfahrausbildung im vierten Schuljahr umfasst sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil. In der Theorie werden Grundlagen geschaffen, z.B. das Kennenlernen von Verkehrsschildern, Verkehrsregeln oder Bestandteilen des verkehrssicheren Fahrrads. Die praktische Ausbildung findet in der Verkehrswirklichkeit statt und wird von einem Verkehrssicherheitsberater der Polizei begleitet. Sie endet mit einer Abschlussfahrt, bei der die Kinder erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen. Dabei werden die Eltern mit einbezogen. Die Eltern erhalten Informationen über eventuelle Schwächen ihrer Kinder, an denen vor einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr von Seiten der Eltern noch gearbeitet werden muss.

20.2.1.3 Gefahren durch den Rhein

Dadurch, dass unsere Schule in unmittelbarer Rheinnähe liegt, müssen die Kinder über die Gefahren des Flusses informiert sein, damit Unfälle durch Leichtsinn vermieden werden können. Seit einigen Jahren kooperiert unsere Schule mit der Wasserschutzpolizei Bonn und dem DLRG, die in den dritten Klassen über die Gefahren des Stroms aufklären.

20.2.2 Bewegungs- und Gesundheitserziehung

Da Bewegung an der frischen Luft gerade am Morgen gut tut kommen die Kinder wenn möglich zu Fuß zur Schule.

Auch durch Bewegungsspiele im Unterricht und im Sportunterricht werden Fähigkeiten trainiert, die auch zu einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr beitragen, z.B.:

- Gleichgewichtsübungen (Balancieren)
- Übungen mit dem Rollbrett (Rollbrettführerschein)
- Bewegungslandschaften, die die Geschicklichkeit fördern
- Übungen zum Richtungshören
- Rechts- Links Orientierung etc.

Zudem werden die Kinder dafür sensibilisiert, dass auch Lärm zu Stress und somit zu Unwohlsein führen kann. Die Kinder werden durch verschiedenste Maßnahmen zu einem ruhigen Umgang miteinander angehalten (Stillezeichen, Lärmampel etc).

20.2.3 Sozialerziehung

Siehe Punkt 15 „Soziales Lernen“.

20.2.4 Umwelterziehung

Durch unterschiedliche Themen im Sachunterricht werden die Kinder an umweltbewusstes Verhalten herangeführt. So wird ihnen u.a. deutlich, dass das das Fahren kurzer Strecken mit dem Auto negativen Einfluss auf die Umwelt hat.

21. Bewegung

Bewegung ist für eine gesunde geistige, körperlich und seelische Entwicklung eines Kindes unerlässlich. Viele Kinder zeigen einen auffällig großen Bewegungsbedarf während andere Bewegung möglichst zu vermeiden suchen.

21.1 Pädagogische Zielsetzungen

Dem Bewegungsbedürfnis der Kinder trägt die Schule in besonderem Maße Rechnung, indem insbesondere ihre motorischen und psychosozialen Voraussetzungen und Befind-lichkeiten im Schulalltag berücksichtigt werden.

Folgende Fähigkeiten und Verhaltensweisen sollen besonders geschult werden

- Gleichgewicht
- Koordination
- Kondition und Kraft
- Körperwahrnehmung
- Durchhaltewillen/ -vermögen
- Techniken bei bestimmten Sportarten
- Entspannung und Ruhe
- Fairness
- Schwimmen

21.2 Mittel und Wege zum Erreichen der Zielsetzungen

21.2.1 Rahmenbedingungen
Um die o.g. Ziele umsetzen zu können, sind folgende Rahmenbedingungen wünschenswert und hilfreich:

21.2.1.1 zeitliche
-Stundenplangestaltung (z.B. Routierende Nutzung eines Bewegungs-Parcours von allen Klassen)
-Pausenzeitengestaltung

21.2.1.2 materielle
- Ausweitung des Geräteangebotes
- Innerschulische „Ideenbörse“ (z.B. Karteikarten mit Übungsvorschlägen für   Bewegungseinheiten)

21.2.1.3 personelle
- Hinzuziehung außerschulischer Partner
- qualifiziertes Personal

21.2.1.4 örtliche
- Auflistung geeigneter Übungsstätten und deren Nutzungsmöglichkeiten

21.2.2 Maßnahmen

Folgende Maßnahmen sind zur Umsetzung der Ziele geeignet:

21.2.2.1 allgemeine
- Bewegungsphasen im Unterricht (Kurzmaßnahmen)
- tägliche Bewegungseinheiten
- ausreichende Spielpausen
- Nutzung des Geräteangebote

21.2.2.2 fördernde
- Feststellung der Ausprägung der motorischen Fähigkeiten (Diagnostik)
- gezielte Fördermaßnahmen (z.B. ‚Superturnen’)
- Zusatzangebote (z.B. Fechten)

21.2.2.3 besondere
- Radfahrausbildung/ -training
- Schwimmausbildung/ -training

 

22. Musische Bildung

Neben den intellektuellen Kräften sind im Menschen künstlerische Begabungen, Kreativität und Phantasie angelegt. Die musische Bildung mit den Bereichen Kunst, Musik, Literatur, Theater usw. steht in enger Beziehung mit den Empfindungen und der Befindlichkeit des Menschen. Beschäftigung mit künstlerischen, musikalischen oder literarischen Themenbereichen haben großen Einfluß beim Einsatz und bei der Ausbildung der intellektuellen Fähigkeiten. Die kreative und phantasiereiche Beschäftigung mit künstlerischen Themen setzt dabei einen bewussten Kontrast gegen den übermäßigen, inaktiven und anregungsarmen Medienkonsum.

22.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Entfaltung und Förderung künstlerischer Begabungen
- Musische Bildung soll den Kindern Möglichkeiten der Entspannung eröffnen.
- Entfaltung kreativer Kräfte und Anregung der Phantasie

 

23. Umgang mit Medien

Die heutige Kindergeneration wächst in einer Welt auf, die durch und durch mit Medien der unterschiedlichsten Art und Qualität ausgestattet ist. Insbesondere die neuartigen elektronischen Medien und das Fernsehen bergen Chancen aber auch Gefahren bereits im Grundschulalter. Passives Konsumverhalten z.B. erstickt zunehmend Kreativität, Sozialkompetenz sowie die Fähigkeit, sich eigenverantwortlich mit der Welt auseinanderzusetzen.

23.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Kinder sollen
- zu einem bewussten und kritischen Umgang mit Medien herangeführt werden,
- die Vielfalt der Medien sinnvoll und gewinnbringend nutzen.

23.2 Mittel und Wege zur Erreichung der Zielsetzungen

(Medienkonzept in Bearbeitung)

 

24. Außerschulische Lernpartner und Lernorte

Eine Reihe von Lernerfahrungen kann die Schule mit ihren eigenen Kräften nicht ermöglichen oder anbieten. Jede Schule hat jedoch in ihrem Einzugsbereich Persönlichkeiten, die durch ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihre Einstellungen und Sichtweisen den Erfahrungsschatz und die Lernbereitschaft der Kinder positiv beeinflussen und so Lernpartner für die Kinder sein können.

24.1 Pädagogische Zielsetzungen

Im Sinne einer möglichst weitreichenden Bildung und Interessenweckung wird die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule auch weiterhin mit vielen unterschiedlichen, außerschulischen Lernpartnern zusammenarbeiten.

 

Elternorientierte Standards

 

25. Elternmitarbeit

Schule ist der Ort, wo miteinander gelernt, gearbeitet und gelebt wird. Schule ist aber auch ein Ort, an dem die Mitverantwortung der Eltern nicht aufhört, sondern erwünscht ist und gebraucht wird.
Eltern können und sollen nicht die Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer übernehmen, sondern ihre Fähigkeiten und Erfahrungen mit einbringen. Die Gestaltung des Schullebens ist davon abhängig, in wie weit hierbei beide Seiten, Eltern und Lehrerinnen, gemeinsam Verantwortung übernehmen.

25.1 Pädagogische Zielsetzungen

- Die Eltern sollen ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen.
- Das entstehende Wir-Gefühl soll gepflegt und gefördert werden.

 

26. Beratung

Eltern vertrauen ihre Kinder der Schule an. Für eine bestmögliche Förderung ist es unerlässlich, dass beide Seiten, Eltern und Lehrer, offen für konstruktive Gespräche sind.

26.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Herseler-Werth-Schule informiert die Eltern und berät mit den Eltern regelmäßig und eingehend die Lernfortschritte und Fördermöglichkeiten.

 

 

Lehrerorientierte Standards

 

27. Teamarbeit

Für die Kinder einer Jahrgangsstufe gelten gleiche Unterrichtsinhalte, Leistungsanforderungen, Lernkontrollen und Leistungsbewertungen. Die Kinder im Gemeinsamen Unterricht benötigen entsprechend dem Grad ihrer Beeinträchtigung individuelle Lernanforderungen und Hilfestellung durch Klassen- und Sonderschullehrerin.

27.1 Pädagogische Zielsetzungen

In der Herseler-Werth-Schule arbeiten die LehrerInnen in den Jahrgangsstufen und in den Integrationsklassen im Team. Sie gewährleisten durch regelmäßige Absprachen die Vergleichbarkeit innerhalb der Jahrgangsstufen und die bestmögliche Förderung aller Kinder.

 

28. Ausbildung

Für frei werdende Lehrerstellen wird gut ausgebildeter Nachwuchs gebraucht.

28.1 Pädagogische Zielsetzungen

Die Herseler-Werth-Schule beteiligt sich an der praktischen Ausbildung junger Lehrerinnen und Lehrer.

 

29. Fortbildung

 

29.1 Pädagogische Zielsetzungen

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