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Konzept Umgestaltung des Untergeschosses des Nebengebäudes
1. Ausgangslage 2. Forderungen des Schulprogramms 3. Zielsetzung 4. Umsetzung 5. Kosten 6. Finanzierung
1. Ausgangslage
Die Herseler-Werth-Schule verfügt über zwei Schulgebäude, die intern mit Haupt- bzw. Nebengebäude bezeichnet werden. In beiden Gebäuden befinden sich Klassenräume, im
Hauptgebäude die Klassenräume der Klassen 1 und 2 sowie der PC-Raum, die Verwaltung, das Lehrerzimmer und im Souterrain die Räume der OGS. Im Nebengebäude befinden sich die Klassenräume der
Klassen 3 (derzeit Obergeschoss) und 4 (derzeit Mittelgeschoss), im Souterrain ein Mehrzweckraum in Klassenraumgröße, sowie drei Räume des ehemaligen Schulkindergartens. Insgesamt umfasst der
Bereich im Souterrain des Nebengebäudes die Größe von drei Klassenräumen, wovon vor vielen Jahren zwei für die Belange des ehemaligen Schulkindergartens in drei Räume (Spiel- und
Frühstücksraum, Büro, Unterrichtsraum) umgestaltet wurden. Seit der Auflösung des Schulkindergartens werden diese Räume als Förderbereich „Lerninsel“ für Fördermaßnahmen im Rahmen des
Lernstudios sowie des Gemeinsamen Unterrichts genutzt.
2. Forderungen des Schulprogramms
Im Schulprogramm hat die Schulgemeinschaft unter Pkt. 9 folgendes festgelegt:
9. Schulische Infrastruktur
Viele Stunden des Vormittages verbringen unsere Kinder auf dem Schulgelände und in den dort errichteten Gebäuden. Über die Klassenräume hinaus benötigt unsere Schule
eine reichhaltige Infrastruktur (z.B. unser neugestalteter Schulhof), deren Zustand und Aussehen das Lernklima und die Atmosphäre positiv beeinflussen.
9.1 Pädagogische Zielsetzungen - Die Schulgemeinschaft der Herseler-Werth-Schule will die gegebenen Möglichkeiten weiterentwi-ckeln und optimieren und bei Bedarf
neue bauliche Projekte in Angriff nehmen.
Seit dem Einstieg in die Erarbeitung des Schulprogramms im Jahr 1997 sind diese Forderungen kontinuierlich bei unterschiedlichen Projekten (Umgestaltung des Schulhofes,
Umbau des Souterrains des Hauptgebäudes zur Nutzung durch die OGS, Errichtung eines Forums, Verlagerung der Verwaltung vom Ober- ins Untergeschoss
u.v.a.) konsequent verfolgt und umgesetzt worden.
Mit der Stärkung der Naturwissenschaften und der Technik muss bei einem weiteren Projekt die schulische Infrastruktur optimiert werden.
3. Zielsetzungen
Um den Forscherdrang von Kindern zu wecken und zu befriedigen, müssen die Kinder die Möglichkeit erhalten, unter möglichst optimalen Bedingungen Experimente durchführen zu
können. Zum Experimentieren gehören entsprechende Räumlichkeiten und Materialien, in denen und mit denen die Experimente unter weitgehend optimalen Bedingungen durchgeführt werden können.
Über diese optimalen Räumlichkeiten verfügt die Herseler-Werth-Schule derzeit nicht, wohl aber über ein attraktives Raumangebot, das nach einer Umgestaltung optimale Bedingungen für den
Aufbau von Kompetenzen in den Bereichen Naturwissenschaften mit Schwerpunkt auf Physik und Chemie sowie Technik bietet.
4. Umsetzung
Durch die Optimierung der Förderbedingungen für den Unterricht in Naturwissenschaften/ Technik sollen die Förderbedingungen des Lernstudios sowie des Gemeinsamen
Unterrichts nicht beeinträchtigt werden. Um aber die Möglichkeiten für die Naturwissenschaften/ Technik zu verbessern, reicht das Raumangebot eines Klassenraumes nicht aus. Demgegenüber
befindet sich im Bereich des ehemaligen Schulkindergartens mit dem Büro ein Raum, der für die Förderung kaum genutzt wird. Ziel der Umbaumaßnahmen ist es, den Bereich für die
Naturwissenschaften/ Technik zu vergrößern, ohne die Anforderungen der Förderung in den basalen Fähigkeiten zu schmälern.
Das lässt sich auf folgende Weise umsetzen (siehe Zeichnungen im Anhang):
1. Die Wand zwischen Mehrzweckraum und ehemaligem Spiel- und Frühstücksraum wird so groß wie möglich durchbrochen. Da es sich um eine tragende Wand handelt, müssen links
und rechts ausreichende Auflager für einen Träger stehen bleiben.
2. Zwischen dem zweiten und dritten Fensterelement des ehemaligem Spiel- und Frühstücksraumes wird eine Leichtbauwand eingezogen. Die Maßnahmen 1 und 2 vergrößern den
Bereich für die Naturwissenschaften/ Technik um eine Fläche von 4,65 x 6,90 m.
3. Die Wand zwischen ehemaligem Spiel- und Frühstücksraum und dem Büro des ehemaligen SKG wird entfernt. Da diese Wand nachträglich eingezogen wurde und keine tragende
Funktion hat, kann sie vollständig entfernt werden.
4. Der Unterrichtsraum des Förderbereiches wird nicht verändert. Die Maßnahmen 2 und 3 schaffen einen neuen Raum von 7,00 x 6,90 m für die Förderung der Bewegung und der
Wahrnehmung. Der Förderbereich „Lerninsel“ hat nach dem Umbau zwei gleich große Räume von jeweils ca. 7 x 7 m. Zusätzlich verfügt dieser Bereich in einem kleinen Nebenraum über eine
Medienecke mit 4 vernetzten PC, die auf die Lernprogramme des Schulservers sowie das Internet zugreifen können. Dies Medienecke steht auch für Belange der Naturwissenschaften zur Verfügung.
Es ist ein Zugang vom Flur aus gewährleistet.
5. Der Bereich Naturwissenschaften/ Technik wird durch den Umbau bewusst in zwei Bereiche gegliedert: einen „Trockenbereich“ und einen „Nassbereich“. Im
Trockenbereich werden gemäß dem schulinternen Konzept „Förderung der Naturwissen-schaften/ Technik“ überwiegend Experimente mit festen Stoffen und Materialien durchge-führt.
Dieser Raum benötigt Arbeitsplätze für bis zu 32 Kinder an ausreichend großen Gruppentischen (0,80 x 0,80 m für jeweils zwei Kinder, jeweils zwei zu einer Vierergruppe
zusammengestellt). An diesen Tischen müssen die Kinder Zugriff auf eine Steckdose mit 220V haben, damit eine Unabhängigkeit von Batterien gewährleistet ist. Statt dessen werden für
entsprechend Versuche regelbare Transformatoren benutzt. Jeweils eine Doppelsteckdose wird an einer Kette an der Decke hängend über jeder Tischgruppe angebracht.
Zur Aufbewahrung der noch zu beschaffenden umfangreichen Materialsammlung (gemäß Aufstellung im Konzept „Förderung der Naturwissenschaften/ Technik“) sind
ausreichend dimensionierte Schränke/ Regale erforderlich.
Zur Präsentation und Demonstration soll der Raum mit einem interaktiven ans Schulnetz angeschlossenen fahrbaren Smartbord ausgestattet werden.
Der durch den Durchbruch zum Nachbarraum neu geschaffene „Nassbereich“ erhält einen großzügig dimensionierten Experimentiertisch von 2,50 x 5,00 x 0,70 m, um den die
Kinder bei den Experimenten stehen. Der Unterbau des Tisches ist gemauert. Die Tischplatte muss glatt und säurebeständig sein. Nirosta ist dafür ein günstiges Material. Damit Flüssigkeiten
nicht am Rand herunter laufen können, erhält die Auflage einen aufgebörtelten Rand.
Um verschüttete Flüssigkeiten leicht entsorgen zu können, wird in den Tisch an der Mitte jeder Seite ein Becken eingelassen. Jedes Becken hat einen Kaltwasserzufluss.
Damit bei Bedarf elektrische Geräte angeschlossen werden können, werden in den Sockel umlaufend einige Feuchtraumsteckdosen eingelassen.
Vor der neu eingezogenen Leichtbauwand wird ein großzügig dimensionierter Material- schrank aufgestellt.
Alle beschriebenen Maßnahmen müssen von Fachleuten im Detail geprüft, geplant und umgesetzt werden.
Geplant ist eine Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten zu Beginn des Schuljahres 2009/ 2010. Der Umbau muss dann in den Sommerferien 2009 erfolgen. Dieses Ziel lässt
sich allerdings nur erreichen, wenn alle Entscheidungsträger die Maßnahme unterstützen und eine Finanzierung gewährleistet werden kann.
5.Kosten
Da genauere Kostenermittlung derzeit nicht vorliegen, können die Umbaukosten nur geschätzt werden.
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Maßnahme
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Kosten geschätzt
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Bauarbeiten
- Einziehen eines Stahlträgers - Wanddurchbruch erstellen - nicht tragende Wand komplett entfernen - Leichtbauwand einziehen
- Sockel für Experimentiertisch erstellen - Beiputzarbeiten
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15.000 €
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Fußbodenarbeiten
- Reparatur des Fußbodenbelags im Bereich des Ab-/ Zuflusses und des Wanddurchbruches
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500 €
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Installateurarbeiten
- Sammelabfluss unter dem Fußboden zum Experimentiertisch - Kaltwasserzufluss unter dem Fußboden für vier
Zapfstellen am Experimentiertisch
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5.000 €
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Elektroarbeiten
- 8 Doppelsteckdosenampeln über den Gruppentischen -10 Doppelfeuchtraumdosen verteilt um den Sockel des großen
Experi-mentiertisches - Dreifachdose als Stromanschluss für das Smartboard mit Peripherie - Netzwerkanschluss
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5.000 €
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Malerarbeiten
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500 €
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gesamt:
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ca. 26.000 €
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6. Finanzierung
Schulgemeinschaft
Die Schulpflegschaft hat den Beschluss gefasst, Umsatzerlöse aus Weihnachtsmarkt und Schulfesten für die Finanzierung der Förderung der Naturwissenschaften/ Technik zur Verfügung zu stellen. Derzeit liegt ein Betrag von 6.000 € für entsprechende
Maßnahmen bereit. Beim Schulfest im Sommer 2009 ist davon auszugehen, dass weitere ca. 4.000 € hinzukommen werden. Einen entsprechenden Beschluss
vorausgesetzt ist die Schule damit in der Lage, ca. 10.000 € zur Finanzierung beizusteuern. Diese Mittel sollen zum Ankauf von Experimentiermaterialien verwendet werden.
Schulträger
Die Stadt Bornheim als Schulträger der Herseler-Werth-Schule hat seit einigen Jahren große Probleme, einen ausgeglichenen Haushalt aufstellen zu können.
Insofern verfügt die Stadt nur über bescheidene Mittel für die Optimierung der Infrastruktur ihrer Schulen. Dennoch sollten alle Anstrengungen unternommen
werden, z.B. Mittel aus dem Konjunkturpaket II in angemessenem Umfang bereit zu stellen.
Landesmittel
Das vorliegende Konzept wird zusammen mit den Konzepten „Förderung der Naturwissenschaften/ Technik“ und „Förderung der basalen Fähigkeiten“ beim
„Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie“ des Landes NRW zur Begutachtung und der Bitte um Unterstützung eingereicht. Örtliche Unternehmen
Über die Stadtverwaltung soll versucht werden, bei ortsansässigen Unternehmen Unterstützung für die Maßnahme zu erhalten. Evtl. ist es möglich, ortsansässige
Firmen dafür zu gewinnen, die Umbauarbeiten zu reduzierten Kosten auszuführen.
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